AllgemeinSanierung

Baubegleitung

Was ist eine Baubegleitung?

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei einer Baubegleitung um die sachkundige Unterstützung eines Fachmanns. Dieser wird dem Eigentümer als Baubegleiter zur Seite stehen und schon während des Baus mögliche Fehler und Missstände der einzelnen Gewerke aufdecken können. Im Gegensatz zum Bauherren, der im Normalfall lediglich einmal in seinem Leben bauen lässt, hat der Baubegleiter die fachmännische Erfahrung einer Ausbildung und den vielen verschiedenen Baustellen, die er bereits begleitet hat. Der sachverständige Baubegleiter erkennt Schäden und fehlerhafte Arbeiten im Detail. Während feuchte Wände, falsch verbaute Fenster oder kaputte Böden auch für Laien noch gut erkennbar sind, beschäftigt sich der Baubegleiter bereits vor Baubeginn mit den baulichen Details. Umso wichtiger ist es, einen Baubegleiter so früh wie möglich mit ins Boot zu holen. Am besten absichern können sich Eigentümer, indem sie bereits vor Vertragsunterzeichnung einen sachkundigen Experten an ihrer Seite haben. So können Mängel, die im Nachhinein kostspielig verbessert werden müssen, von der ersten Sekunde an erkannt und unterbunden werden.

Welche Aufgaben übernimmt ein Baubegleiter?

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Baubegleiter alle Aufgaben zur Überprüfung der Baustelle übernimmt. Darunter zählen unter anderem auch:

  • die Überprüfung des Bauvertrages (der Vertragsinhalte und der Bauplanung)
  • die Begutachtung während des Bauens
  • das Aufzeigen von baulichen Mängeln
  • die Kontrolle der nachgebesserten Mängel in mindesten 4 Audits oder falls gewünscht auch mehr
  • die Begleitung der Bauendabnahme

Zusätzlich kommt dem Baubegleiter noch eine weitere sehr wichtige Rolle zugute: Er beurteilt mögliche Preisnachlässe bei fehlerhaften Bauvorhaben. Allerdings beschränkt sich diese Aufgabe auf Baumängel. Ein weiterer, nicht außer Acht zu lassender Vorteil ist, dass fachmännische Baubegleiter in der Regel auf einem anderen Niveau mit dem Bauleiter kommunizieren können, als die Bauherren selbst. Während viele Bauleiter versuchen, den Laien oberflächlich zu vertrösten, wird ein Baubegleiter fachgerecht und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen argumentieren können. Diese Art wirkt auf viele Bauleiter einschüchternd, denn sie wissen, dass der Bauherr eine sachkundige Verstärkung an seiner Seite hat.

Vor welchen Mängeln kann ein Baubegleiter den Bauherren bewahren?

Sollte der Bauherr, wie in den meisten Fällen ein Laie in der Baubranche sein, so kann er fatale Mängel falsch einschätzen oder schlicht und einfach komplett übersehen. Dabei ist es wichtig immer daran zu denken, dass auch die Bauleiter einen möglichst großen Gewinn machen möchten. Es passiert also nicht selten, dass der Bauleiter nicht die besprochenen oder sogar minderwertige Rohstoffe verbaut oder einen vorhandenen Schaden aus zeitlichen Gründen nicht zu 100% korrigiert. Für den Bauherren bedeutet sowas, dass eventuelle Nachbesserung im Anschluss des Baus erforderlich werden. Sowas ist nicht nur ärgerlich, sondern kann je nach Umfang auch teuer für den Eigentümer werden. Aus diesem Grund wird das geschulte Auge des Baubegleiters darauf achten, dass:

  • keine minderwertigen Rohstoffe verarbeitet werden.
  • sich die Baufirma exakt an den vereinbarten Bauvertrag hält.
  • der Bauvertrag keine für den Bauherren nachteiligen Klauseln enthält.
  • alle Versorgungsleitungen, wie Strom- und Wasserleitungen, korrekt verbaut und angeschlossen werden.
  • keine Fehler im Bauplan auftreten.
  • Abdichtungen in Kellerräumen, an Haustüren und Fenster nachhaltig und effizient verbaut sind.
  • das Energiekonzept des Hauses stimmig ist.

Was macht ein Architekt?

Einen Architekten findet man auf jeder Baustelle, schließlich ist er für die Erstellung sämtlicher Pläne und die korrekte Umsetzung in erster Linie verantwortlich. Der Architekt entwirft nicht nur die Grundrisse und erstellt eine Bauzeichnung, er ist auch für das richtige Aufmaß und die Einhaltung aller Fristen verantwortlich. Ein guter Architekt hat die Baustelle, einschließlich aller vorhandenen Gewerke, jederzeit im Blick. Somit begleitet auch er die Baustelle und kann einen Baubegleiter als Ansprechpartner tatkräftig unterstützen.

Ein Architekt ist verantwortlich für:

  • Planung und Zeichnungen
  • funktionierende Anschlüsse
  • Erstellung aller Bauvorlagen für den Bauantrag und die Genehmigung
  • Koordination der einzelnen Baubereiche
  • Einhaltung von Fristen
  • Einhaltung des Budgets
  • Kommunikation zwischen Bauherren und allen anderen Beteiligten
  • Dokumentation der Baufortschritte und möglichen Baumängel

Wie kann der Architekt eine Baubegleitung unterstützen?

Ein Architekt hat vom ersten Tag an alle Unterlagen, Zeichnungen und Pläne einer Baustelle parat. Für den Baubegleiter bedeutet dies eine große Unterstützung. Dank dem Architekten kann sich ein freier, sachkundiger Baubegleiter schnell und einfach eine Übersicht über verhandelte Posten, bereits fortgeschrittene Arbeiten und alle Planungen verschaffen. Vor allem, wenn der Baubegleiter erst zu einem späteren Zeitpunkt beauftragt wird, sind die Dokumentationen des Architekten sehr hilfreich. Der Architekt und der Baubegleiter unterstützen sich während des Bauvorhabens gegenseitig . Während der Architekt sein Augenmerk auf die Einhaltung der Baufristen und einen reibungslosen Ablauf legt, so kümmert sich der Baubegleiter um die ordentliche und mangelfreie Ausführung der Arbeiten.

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