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Wohnflächenberechnung und der Ausbau eines Dachgeschosses

Die Wohnflächenberechnung kann man auf zwei gängige Arten ermitteln

Die Erste ist die nach der Wohnflächeverordnung (WoFlV) und die Zweite ist die gemäß der DIN 277. Vor Beginn ist zu klären mit welcher Methode man das Aufmaß und die Berechnung der Immobilie durchführen möchte.

Abweichungen in den beiden Methoden

Man muss sich vergegenwärtigen, dass man bei beiden Berechnungen nicht die gleichen Ergebnisse bekommt. D.h., dass am Ende, die Quadratmeterpreise für beide Methoden nicht die Gleichen sein können. Das braucht man aber um am Ende auf einen vergleichbaren Kaufpreis oder Mietpreis zu kommen. Um das Ganze einheitlich zu halten, ist es wichtig, vorher anzugeben mit welcher Methode berechnet werden soll.

In dem unteren Beispiel wird verdeutlicht wie sehr sich die Ergebnisse voneinander unterscheiden können.

Warum ist jetzt jeder auf Suche nach Wohnflächen wie auf der Suche nach Goldnuggets?

Zum Einem, da die Wohnfläche an Wert zugelegt hat und zum Anderen da die zusätzlich entstehenden Wohnflächen in besonders guten Lagen eben goldwert sind. Erwähnenswert ist auch, dass verglichen mit einem Neubau in der gleiche Größenordnung der Ausbau des vorhandenen Dachgeschosses günstiger ausfällt.

Wo sind noch versteckte Wohnflächen im Gebäude zu finden?

Zusätzliche Wohnfläche kann durch den nachträglichen Ausbau eines nicht ausgebauten Dachgeschosses dazu gewonnen werden. Falls dieser bereits ausgebaut ist und der Spitzboden im oberen Bereich die notwendige Höhen, für eine Wohnung, bietet, kann dort die Konstruktion ebenfalls überarbeitet werden, so dass man dort einen neuen Wohnbereich dazu gewinnen kann. Die Stehhöhe sollte in den Spitzböden gegeben sein um überhaupt über einen Dachausbau nachdenken zu können. Das ist meist der Fall wenn die Dachkonstruktion sehr steil gebaut ist. Dächer über 45 Grad bis zu 60 Grad sind prädestiniert dafür .

Um beim Dach zu bleiben, gibt es weiterhin die Möglichkeit durch Ergänzung von Dachaufbauten, sogenannten Gauben. In dem man die Menge der Dachschrägen reduziert und die erforderlichen Mindesthöhen von 2 m erweitert, kann man den Raum vergrößern.

Im Erdgeschoss besteht die Möglichkeit durch einen Anbau das Wohnzimmer zu vergrößern bzw. aus dem bestehenden kleineren Wohnzimmer einen größeren Wohn- und Essbereich zu entwerfen.

So erhält man die Möglichkeit im unteren Geschoss durch die Errichtung eines Anbaus Fläche zu schaffen, dass man zum Wohnen nutzen kann.

Die oben genannten Um- und Anbaurbeiten sind natürlich bei Bestandsgebäuden interessant, bei dem weitere Grundstücksfläche fehlt. Sie sind zusätzlich genehmigungspflichtig. Das Hinzuziehen eines Architekten wird hierbei angeraten.

Falls aber die Grundstücksgröße ausreichend ist und die Bebaubarkeit gegeben ist, kann man durch die Errichtung eines zusätzlichen freistehenden Bauwerks oder einen angebauten Flügels ebenfalls Raum für die Wohnnutzung schaffen.

Unten sind nochmal die Bereiche im Haus aufgeführt die Potenzial für weitere Wohnnutzung haben.

  • nicht ausgebautes Dachgeschoss
  • Spitzboden
  • Anbau am Haupthaus
  • Separates Gebäude auf dem Grundstück

Unten wird die Berechnung eines Dachgeschosses mit Dachschrägen veranschaulicht.

Berechnung Dachgeschosses nach WoFlV

= 4 × 12 + 2× 1 x 0,5 x 12 = 48 + 12 = 60 qm

  • keine minderwertigen Rohstoffe verarbeitet werden.
  • sich die Baufirma exakt an den vereinbarten Bauvertrag hält.
  • der Bauvertrag keine für den Bauherren nachteiligen Klauseln enthält.
  • alle Versorgungsleitungen, wie Strom- und Wasserleitungen, korrekt verbaut und angeschlossen werden.
  • keine Fehler im Bauplan auftreten.
  • Abdichtungen in Kellerräumen, an Haustüren und Fenster nachhaltig und effizient verbaut sind.
  • das Energiekonzept des Hauses stimmig ist.

Einen Architekten findet man auf jeder Baustelle, schließlich ist er für die Erstellung sämtlicher Pläne und die korrekte Umsetzung in erster Linie verantwortlich. Der Architekt entwirft nicht nur die Grundrisse und erstellt eine Bauzeichnung, er ist auch für das richtige Aufmaß und die Einhaltung aller Fristen verantwortlich. Ein guter Architekt hat die Baustelle, einschließlich aller vorhandenen Gewerke, jederzeit im Blick. Somit begleitet auch er die Baustelle und kann einen Baubegleiter als Ansprechpartner tatkräftig unterstützen.

Eine durch Stahlträger ertüchtigte Dachkonstruktion

Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten eines Dachausbaus

  • Die relativ kostengünstige Möglichkeit für zusätzlichen Wohnraum, verglichen mit Neu- und Anbau
  • Die vormals versteckte Dachkonstruktion kann hervorgehoben werden
  • Raumaufhellung durch Dachfenster von oben und von den Seiten
  • Wertsteigerung der Immobilie durch Zugewinnung von weiterer Wohnfläche
  • Entstehung von Dachbalkonen und gemütlichen Dachterrassen
  • Behagliches Raumgefühl und wohliges Ambiente
  • Tageslichteinfall durch Panoramafenster
  • Gestaltungsmöglichkeiten zu einem Hobbyraum, für den Nachwus oder Nutzung als Homeoffice möglich
  • Bei Einfamilienhäusern sind Nutzungen als Spielraum und Gästezimmer denkbar

Der Dachausbau erhöht die Energieeffizienz eines Gebäudes!

Laut KfW verlieren ungedämmte Dächer bis zu 30 % der Heizenergie die im Innenraum teuer produziert wird. Durch die Dämmungen auf und/oder zwischen den Sparren wird gewährleitet, das die Warme Luft Dachgeschoss bleibt und der durch die behaliche Luft nimmt der Komfort zu. Auf jedenfall sollten vor diesen Maßnahmen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geprüft werden, ob sie diese Sanierungsmaßnahmen fördern oder ob Zuschüsse dafür gibt. Oft hat man die Chance Förderkredite und Tilgungszuschüsse zwischen 15 - 50 Prozent zu erhalten.

Bei der BAFA können Eigentümer einen Zuschuss im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) für Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel einer Dachdämmung, beantragen. Der Zuschuss liegt in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Sie sind auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Der max. Zuschuss beträgt also 12.000 Euro.

Baubegleitung

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Das Mehrfamilienhaus, das wir ein Jahr lang vom Spatenstich bis zur Fertigstellung begleitet haben, wurde nach unserer Qualitätsüberwachung und Baubegleitung zur Zufriedenheit des Bauherrn mit der Abnahme abgeschlossen. Das Mehrfamilienhaus mit einem Staffelgeschoss, das mit einem individuellen Design entworfen worden ist, war für uns eine besondere Herausforderung. Vor- Rücksprünge prägen bei diesem Entwurf das die Fassade mit einem WDVS (Wärmedämmverbundsystem). Besonders bei dieser Konstruktion hatte wir ein Augenmerk auf die Details wie im Sockelbereich , an der Attikaabdeckung, so wie den Metallbänken die Geschossweise hinzugefügt waren. Unsere Baubegleitung ist eine vorbeugende Maßnahmen, um spätere Schäden von vornherein ausschließen zu können. Der aw-Wert der Wände und Decken wurde mit einem Temperatur- und Feuchtemessgerät überprüft, um eine mögliche Schimmelpilzbildung im voraus zu erkennen und gegenzusteuern. Bei den verrichteten Arbeiten, in den verschiedenen Gewerken, wurde kontrolliert, ob die Toleranzen, die Regelwerke (DIN- Normen) und die allgemein anerkannten Regel der Technik eingehalten wurden.

Baukosten

Was leistet ein Architekt und wie viel kostet dieser?

Wer sich dazu entschließt, ein neues Haus zu bauen, sollte auf keinen Fall auf einen erfahrenen und zuverlässigen Architekten verzichten. Selbstverständlich gibt es diesen nicht gratis zum Hausbau dazu, doch er hilft dem Bauherren dabei, eine einzigartige Immobilie entstehen zu lassen. Zusätzlich leistet der Architekt einen großen Teil der aufkommenden Arbeit.

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Baubegleitung

Was ist eine Baubegleitung?

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei einer Baubegleitung um die sachkundige Unterstützung eines Fachmanns. Dieser wird dem Eigentümer als Baubegleiter zur Seite stehen und schon während des Baus mögliche Fehler und Missstände der einzelnen Gewerke aufdecken können.

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Bausanierung

Vor allem bei alten Gebäuden ist oft die Rede von einer Bausanierung. Doch was genau ist das eigentlich? Bausanierungen sind im Volksmund auch unter Modernisierung, Renovierung oder Rekonstruktion bekannt. Die Sanierung von Bauten ist in erster Linie dafür gedacht, um eine Immobilie instand zu halten oder ihre Nutzungsfähigkeit zu ändern. Dafür werden teilweise ganze Bauteile wie Wände, Öfen oder Dächer entfernt und erneuert.

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Investieren Sie Ihr Geld in ein Bestandsgebäude

Der Kauf eines bestehenden Gebäudes sollte immer eine sinnvolle Investition in ein neues und wunderbares Zuhause oder ein erfolgreiches Renditeobjekt sein. Doch ohne ausreichendes Fachwissen oder fehlende Unterstützung bei der Vorbesichtigung zahlen Sie möglicherweise einen überhöhten Preis oder müssen nicht geplante Kosten in die Sanierung stecken. Lesen Sie aufmerksam unseren Artikel und erfahren Sie, wie Sie unangenehme Überraschungen nach dem Hauskauf bereits im Vorfeld vermeiden.

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Grafik: Wassergehalt in der Luft

Das Problem der Schimmelpilzbildung in Altbauten

Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern bei Schimmelbildung in Altbauten sind nicht selten. Der Vermieter wirft dem Mieter vor, nicht ausreichend zu lüften und der Mieter beklagt eine Fehlplanung oder mangelnde Bauausführung. Doch für ein gesundes Raumklima gilt es, die vielen Stellschrauben zu kennen und richtig zu betätigen. Grundlage dafür ist das in der DIN 4108 oder Energieeinsparverordnung (ENEV) beschriebene Normklima.

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Injektionskleber für die Befestigung einer Ankerstange zwischen zwei Bauwerken

Anbringung von Anschlussstangen

Im folgenden Film wird aufgezeigt, wie Anschlüsse auf der Baustelle hergestellt werden. Bei diesem Bauvorhaben geht es hauptsächlich darum,  das Bestandsgebäude mit dem nachträglichen Anbau eines Aufzugsschachtes zu verbinden. Desweiteren sollten die Betonrahmen einen Verbund zu den Betongeschossplatten des Bestandsgebäudes herstellen.

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